SCHLAGWORT | Würselen

Im Dialog mit Würselener Eltern. V.l.n.r.: Eva-Maria Voigt-Küppers, Rainer Michaelis, Moderator James Schindowski, Doris Harst, Arno Nelles
Rainer Michaelis, Leiter der regionalen Schulentwicklung im Düsseldorfer Schulministerium, besuchte nun auf Einladung der Landtagsabgeordneten Eva-Maria Voigt-Küppers und der hiesigen SPD die Düvelstadt. Dabei hatte er gute Nachrichten für die Würselener Kommunalpolitik im Gepäck: Er wolle bei der Bezirksregierung darauf hinwirken, dass die städtische Gemeinschaftshauptschule auch im Schuljahr 2012/2013 eine fünfte Klasse einrichten dürfe. Bei seinem Besuch habe er sich davon überzeugen können, dass sich die Stadt Würselen auf den Weg gemacht habe, ihre Bildungslandschaft den aktuellen Bedürfnissen anzupassen. „Mit der Elternbefragung startet auch in Würselen die Fortschreibung der Bildungsplanung. Darüber freuen wir uns“, sagt Michaelis, „den Wunsch auch den Hauptschul-Bildungsgang vor Ort anzubieten, können wir gut verstehen. Wir wollen als Land diesen Prozess unterstützen und keinen unnötigen Zeitdruck aufbauen.“ Dennoch könne man den notwendigen Umbau auch nicht ewig auf die lange Bank schieben: „Wir erwarten, dass spätestens 2012 die notwendigen Beschlüsse gefasst werden“, gibt Michaelis einen klaren Zeitplan mit auf den Weg.
Damit fällt den örtlichen SPD-Bildungspolitikern ein riesen Stein vom Herzen: „Würselen ist eine prosperierende Stadt. Dazu gehört auch ein breites Bildungsangebot. Es ist enorm wichtig, dass wir nicht die Schüler, die die meiste Unterstützung brauchen, vor die Tore der Stadt weisen“, sagt die Vorsitzende des Bildungsausschusses der Stadt, Doris Harst (SPD). Auch die Leiterin der katholischen Sebastianusschule, Adelheid Fröhlich, ist erleichtert: „Manche meiner Schüler können in einem Hauptschul-Bildungsgang einfach am besten gefördert werden. Dass ich für diese Schüler möglicherweise nächstes Jahr in Würselen kein Schulangebot mehr gefunden hätte, hat mir große Sorgen bereitet.“
Im Dialog bleiben
Die SPD Würselen hatte zusammen mit Rainer Michaelis zu einen Bürgerdialog über die Wahl der richtigen Schulform ins Euregio-Kolleg eingeladen. Viele interessierte Eltern und auch Mitarbeiter der Schulverwaltung und der Schulen hatten dieses Angebot gerne angenommen. In einem kurzen Referat wurde die neue Sekundarschule erklärt und aufgezeigt, wie der Weg von der Bildungsplanung bis zur Einrichtung einer neuen Schule verläuft. Bei der anschließenden Diskussion mit Doris Harst, Eva-Maria Voigt-Küppers, Rainer Michaelis und Würselens Bürgermeister Arno Nelles (SPD) konnten viele Fragen der Bürgerinnen und Bürger direkt beantwortet werden. Über den Verlauf der Veranstaltung war die Landtagsabgeordnete hoch zufrieden: „Der heutige Abend hat eines gezeigt: Wenn man rechtzeitig alle Beteiligten, also Schulen, Eltern, Lehrer, Verwaltung und die Politik, in die Diskussion einbindet, braucht man auch vor so einer hochkomplexen Aufgabe wie der Weiterentwicklung der Schullandschaft keine Angst zu haben.“ Und Doris Harst fügt hinzu: „Wir wollen auch nach der Elternbefragung mit allen im Gespräch bleiben und so die optimale Wahl treffen.“ Sie begreift die Veranstaltung als Auftakt: „Wir versprechen: die Würselener SPD bleibt am Ball.“
Stichwort: Sekundarschule
In seinem Referat erläuterte Rainer Michaelis den Schulkompromiss, den die Regierung von Hannelore Kraft (SPD) im Sommer mit der CDU abgeschlossen hatte. In NRW bleiben alle bisherigen Schulformen, also Hauptschule, Gesamtschule, Realschule und Gymnasium weiter bestehen. Neu hinzu kommt die Sekundarschule. Die Sekundarschule umfasst die Klassen 5 – 10. Sie muss zwingend mit einem Gymnasium oder einer Gesamtschule kooperieren, so dass gewährleistet ist, dass alle Schüler der Sekundarschule die Möglichkeit haben, das Abitur zu machen. In der fünften und sechsten Klasse gibt es eine gemeinsame Orientierungsphase, in der alle Schüler gemeinsam unterrichtet werden. Für die Klassen 7 – 10 stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. So kann der Unterricht etwa integriert gestaltet werden: Dann lernen alle Schüler in einem gemeinsamen Klassenverband bis zur 10. Klasse. Daneben besteht auch die Möglichkeit, den Unterricht teilintegriert zu gestalten. Wie bei der Gesamtschule findet der Großteil des Unterrichts im Klassenverband statt. In den Kernfächern, also Deutsch, Mathe, Fremdsprachen und Naturwissenschaften, kann jeder Schüler zwischen Grund- und Erweiterungskurs wählen. Beim kooperativen Modell findet ab der 7. Klasse eine Differenzierung statt. Dann werden die Schüler in Hauptschul-, Realschul- oder Gymnasialklassen aufgeteilt oder es findet eine Aufteilung in eine Grund- und eine Erweiterungsebene statt. Rainer Michaelis ist Leiter der Projektgruppe „Regionale Bildungsplanung und Sekundarschule“. Als solcher berichtet er direkt Schulministerin Sylvia Löhrmann (Bündnis 90/Die Grünen) über die Schulentwicklung im Land. In Abteilungsleiterrunden koordiniert er auch die Aufsicht der Bezirksregierungen. Der Schulkompromiss gilt bis 2023 und kann von keiner Seite einseitig aufgekündigt werden.
Würselen.In dieser Woche läuft in Würselen die Befragung der Eltern zur beabsichtigten Schulwahl. Dabei werden die Eltern der Grundschüler und der Kinder, die das letzte Kindergartenjahr besuchen, danach befragt, in welche Schule sie ihr Kind in der fünften Klasse anmelden wollen. In Nordrhein-Westfalen gibt es bereits heute ein vielfältiges Schulangebot. Durch den sogenannten Schulkompromiss aus dem Sommer ist als weitere Schulform die Sekundarschule hinzugekommen. Da fällt es den betroffenen Eltern gar nicht so leicht, den Überblick über die Vielzahl der Möglichkeiten zu behalten.
Die SPD Würselen lädt am kommenden Mittwoch, dem 9. November 2011, zu einer Infoveranstaltung zur Wahl der weiterführenden Schule ein. Herr Regierungsschuldirektor Rainer Michaelis, Leiter der Projektgruppe „Regionale Bildungsplanung und Sekundarschule“, im Schulministerium NRW, wird zur neuen Schulform der Sekundarschule im Vergleich zu allen bisherigen Schulformen referieren.
Moderiert wird die Veranstaltung von James Schindowski von 100,5 Das Hitradio. Im Anschluss an das Referat von Rainer Michaelis gibt es einen kurzen Talk mit dem Referenten, Bürgermeister Arno Nelles, Landtagsabgeordneter Eva-Maria Voigt-Küppers und Bildungsausschussvorsitzender Doris Harst. Danach gibt es genügend Raum für die Fragen der Bürgerinnen und Bürger. Während der Veranstaltung ist für eine Kinderbetreuung durch Erzieherinnen gesorgt.
Bereits seit 35 Jahren besteht die nach wie vor lebendige Städtepartnerschaft zwischen Würselen und Morlaix. Ein Jubiläum, das es diesmal besonders

V.l.n.r.: Stadtverordneter Christoph Küppers, Bürgermeister Rene Fily, MdL Eva Maria Voigt-Küppers, Bürgermeister Arno Nelles
zu feiern galt, da in den vergangenen 10 Jahren der Mutter aller Wöschelter Städtepartnerschaften von Seiten der ehemaligen Verwaltungsspitze wenig Aufmerksamkeit geschenkt werden wollte. Daher begab sich diesmal eine große Delegation unter Begleitung von Bürgermeister Arno Nelles, MdEP Martin Schulz, MdL Eva Maria Voigt-Küppers, dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Stefan Mix, dem Neuen Chor und zahlreichen Würselener Bretagne-Liebhabern auf die lange Reise ans westliche Ende unseres Kontinents.  Besichtigungen, ein brillanter Auftritt des Neuen Chors und zahlreiche Treffen mit den französischen Freunden standen auf dem strammen Programm.  Höhepunkt des Besuchs war aber der Festakt im Rathaus der „Ville de Morlaix“.
In gewohnt lockerer, aber vor allem sehr persönlicher Art und Weise hielt Martin Schulz die Festrede wechselweise in deutsch und französisch: „Wir kommen hier nicht aus touristischem Interesse hin. Wir besuchen Freunde, wir sind füreinander da, wir helfen einander.“  In diesem Zusammenhang erinnerte er an den persönlichen Einsatz vieler Würselener bei der Eindämmung der katastrophalen Ölpest durch die Amoco Cadiz vor den Toren Morlaix‘.
Arno Nelles brachte es im Anschluss auf den Punkt: „Aus Erbfeindschaft ist Erbfreundschaft geworden.“ Er richtete dabei vor allem den Blick in die Zukunft: „Jungen Leuten kann man heute nur noch schwer die Bedeutung dieser Freundschaft verdeutlichen, da für sie alles selbstverständlich zu sein scheint. Es ist daher unsere ständige Aufgabe, die Jugend beider Städte miteinander bekannt zu machen, damit sie sich verstehen und das friedliche Zusammenwachsen Europas nicht wieder gefährdet wird.“
Der hohe Stellenwert dieses Besuches für die bretonische Seite wurde durch die Anwesenheit der Abgeordneten der Assemblée Nationale  und ehemaligen französischen Justizministerin Marylise Lebranchu verdeutlicht.
Die Städtepartnerschaft Würselen – Morlaix entstand auf Initiative der Jungsozialisten Würselens Mitte der 70er Jahre. Den Anstoß zu dieser Partnerschaft gab der ehemalige parlamentarische Staatssekretär Achim Großmann.
Der SPD Stadtverband Würselen lädt Kinder, Eltern, Großeltern sowie alle interessierten Bürgerinnen und Bürger am Ostersamstag, dem 23.04.2010, zu einem Stelldichein mit dem Osterhasen herzlich ein.
Um 15.00 Uhr erwartet uns am Parkplatz Forsthaus Weiden im Würselener Stadtwald neben dem “Osterhasen” auch die Försterin Frau Gohde, die alle Interessierten sachkundig durch unseren heimatlichen Forst leiten wird. “Frau Gohde schafft es immer wieder das Augenmerk der Kinder und Erwachsenen auf immer neue Aspekte und Stellen zu lenken. Es wird nie langweilig” äußerten sich in den vergangenen Jahren die Besucher der Veranstalung anerkennend.
Neben der Entdeckungstour wird darüber hinaus für Erfrischungen und manch zu entdeckende Überraschung reichlich gesorgt sein.
“Diese Veranstaltung wird von Jahr zu Jahr besser angenommen,” freut sich SPD Vorsitzender Andreas Dumke, “Im letzten Jahr sind weit über 100 Menschen der Einladung gefolgt. Wir hoffen in diesem Jahr einen ähnlichen Erfolg zu haben. Durch immer wieder wechselnde Startorte versuchen wir die Strecken auch für ‘Stammkunden’ abwechslungsreich und attraktiv zu halten.”
Würselen. Rund 3,7 Millionen Euro investiert die Stadt derzeit in überwiegend energetische Maßnahmen an der Grundschule An Wilhelmstein, an der Wurmtalschule (Birkenstraße) und an der Sebastianusschule sowie am Kindergarten In der Dell.Beinnahe die Hälfte – nämlich 1,8 Millionen – werden seit Mitte Juni an in Bardenberg in eben solche Maßnahmen gesteckt.
Bis Ende des Jahres sollen die Arbeiten innen abgeschlossen sein, ob bis dahin auch die Fassaden restlos eine neue Hülle erhalten haben werden, hängt weitgehend von den Witterungsbedingungen ab. Was sich in dem Schulgebäude An Wilhelmstein, das seit 1955 bis Anfang der 1970er Jahre sukzessiv errichtet wurde, mittlerweile getan hat, davon gewann der SPD-Ortsverein Bardenberg jetzt einen Eindruck. Rede und Antwort stand die Hausarchitektin der Stadt, Fernada Barbato, die an allen vier Gebäuden für die Abwicklung der Maßnahmen verantwortlich zeichnet.
Millionen aus dem Förderprogramm
Wie sie darlegte, stammen die 3,7 Millionen Euro zu 75 Prozent aus einem von der Großen Koalition zur Überwindung der Finanzkrise aufgelegtes Förderprogramm. 12,5 Prozent schießt das Land zu, den Rest muss die Kommune selbst tragen. Das Förderprogramm war – so die Architektin – so gestaltet, dass auch die verarmten Städte und Gemeinde in den Genuss der hohen Zuschüsse kommen konnten. Da die Maßnahmen noch in 2010 begonnen und bis 2011 zum Abschluss gebracht werden mussten, habe die Stadt unter einem hohen zeitlichen Druck gestanden, zumal sie keine fertige Pläne in der Schublade gehabt habe. (weiterlesen…)