Straßburg. Mit überwältigender Mehrheit wurde der Würselener Europaabgeordnete Martin Schulz am 17.1.2012 zum Parlamentspräsidenten gewählt. Er bekleidet damit eines der höchsten Ämter in der EU. Ich werde mich mit aller Kraft dafür einsetzen, dem Parlament eine starke Stimme zu geben“, sagte der 56-Jährige Würselner nach der Wahl. EU-Regierungen schrieb er ins Stammbuch: „Wer glaubt, man könne ein Mehr an Europa mit einem Weniger an Parlamentarismus schaffen, dem sage ich hier und jetzt den Kampf an.“
Eine große Anzahl Bürgerinnen und Bürgern, die ihn auf seinem Werdegang von der Schule bis heute begleitet haben, konnten der Wahl beiwohnen. Unter ihnen die Bürgermeister von Eschweiler Rudi Bertram und Arno Nelles aus Würselen sowie die Landtagsabgeordnete Eva Maria Voigt-Küppers und sein langjähriger Freund Achim Großmann parl. Staats. a.D.
“Wir sind stolz, dass einer aus unseren Reihen es so weit geschafft hat, und gratulieren ihm ganz herzlich zu dieser Wahl!”, freut sich der Würselener SPD-Vorsitzende Andreas Dumke.

Die SPD will dafür Sorge tragen, dass jedes Kind in Würselen den Abschluss machen kann, der am besten zu ihm passt. Außerdem soll mittelfristig ein modernes Ganztagsangebot auch an allen weiterführenden Schulen eingeführt werden. Im Gespräch die SPD-Bildungspolitiker Andreas Dumke und Ulf Dreßen (v.l.n.r.).
SPD stößt Entwicklung der Schullandschaft an
Auf Antrag der SPD-Fraktion hat sich der städtische Bildungsausschuss jüngst mit der Weiterentwicklung des Bildungsangebots in Würselen beschäftigt. Dabei wurde klar: Es stehen gravierende Änderungen in der Würselener Schullandschaft an.
Die Anmeldezahlen an der städtischen Hauptschule sind dramatisch zurückgegangen, so dass zu befürchten ist, dass die letzte Hauptschule in Würselen im nächsten Jahr keine neue Eingangsklasse haben wird. Damit ist auf Dauer das Ende der Hauptschule absehbar. „Es muss aber weiterhin die Möglichkeit geben, den Hauptschul-Bildungsgang in Würselen zu besuchen“, meint Ulf Dreßen, familien- und bildungspolitischer Sprecher der SPDFraktion, „Es kann nicht sein, dass wir denen, die die meiste Unterstützung benötigen, die Tür weisen und ihnen sagen: Macht euren Abschluss wo anders.“
Neben den rückläufigen Hauptschulanmeldungen ist weiterhin zu beobachten, dass circa 20 Prozent eines Jahrgangs nach der vierten Klasse in eine Nachbarkommune an eine Gesamtschule wechseln. Das hatte eine Erhebung des städtischen Schulamts ergeben. Und dabei finden noch nicht einmal alle einen Platz.
Für die Genossen war das alles Grund genug, im Frühjahr 2010 in Würselen das Jahr der Bildung auszurufen und eine Weiterentwicklung der Schullandschaft zu fordern. Dabei hat man durchaus auch eine längere Perspektive im Blick: „Nicht nur für die Kinder, die heute schon in Würselen wohnen ist es wichtig, welche Schulen hier angeboten werden. Bei der Wahl des Wohnortsund der Ansiedlung von neuen Unternehmen spielt das Bildungsangebot heute eine zentrale Rolle“, erklärt Christoph Küppers, Ortsvereinsvorsitzender in Würselen-Mitte im Hinblick auf das Neubaugebiet am Mauerfeldchen und das Gewerbegebiet Merzbrück. „Welche Chancen die Stadt in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung hat und ob es uns gelingt, dem demografischen Wandel etwas entgegenzusetzen, hängt also davon ab, wie wir heute unser Angebot für Kinder und Familien weiterentwickeln“,
so Küppers weiter.
Der erste wichtige Schritt, um die Schullandschaft weiterzuentwickeln ist dabei eine Befragung der Eltern: „Für uns zählt in erster Linie der Elternwille, da sie am ehesten ihre Kinder einschätzen können“, sagt Andreas Dumke, Mitglied im Bildungsausschuss und Vorsitzender des SPDStadtverbands. Die Befragung ist allerdings auch gesetzlich vorgeschrieben. Die Stadt muss ihre Bildungsplanung regelmäßig anpassen und so neuen Umständen, wie zum Beispiel der Entwicklung der Schülerzahlen, Rechnung tragen. Der erste Schritt bei der Bildungsplanung ist eben die Elternbefragung. Anschließend wird das Ergebnis der anonymen Umfrage von der Stadtverwaltung und dem Bildungsausschuss ausgewertet. Gemeinsam mit der Schulgemeinde, also den Schülern, Lehrern und Eltern aller Schulen sollen dann konkrete Schritte formuliert werden.
Eine Richtung scheint dabei schon klar zu sein: „Um zukünftig weiterhin alle Schulabschlüsse anbieten und der Nachfrage nach geeigneten Schulen gerecht werden zu können, besteht die Möglichkeit entweder eine Sekundarschule oder eine Gesamtschule einzuführen“, steckt Ulf Dreßen den Rahmen ab. Die Sekundarschule bietet gemeinsames Lernen bis zur siebten Klasse und benötigt ein Gymnasium mit der sie eine Kooperation eingeht. „Beide Schulen geben auch die Chance, das Abitur erst nach neun Jahren zu erlagen. Das ist eine Möglichkeit, die sich viele Eltern wünschen, die aber bislang in Würselen nicht angeboten wird“, schildert Dreßen den Lernstress mit dem sich viele Schüler und Eltern täglich auseinandergesetzt sehen.
Außerdem ist für die Genossen klar: Die Schulen, die heute noch ausreichende Anmeldungen haben, sollen auch weiterbestehen. „Die sehr gut funktionierende und über die Grenzen der Stadt anerkannte Realschule wollen wir erhalten und sie nicht in eine andere Schulform überführen“, versichert Andreas Dumke. Gleiches gelte für die beiden Gymnasien. Haben die Genossen dennoch einen Favoriten? Dazu sagt Ulf Dreßen: „Wir würden uns natürlich wünschen, dass wir eine Gesamtschule in Würselen bekommen. Die Gesamtschule bietet die beste Chance, sich auch später noch zu entwickeln und ohne Schulwechsel das Abitur zu machen. Außerdem zeigen uns die hohen Auspendlerzahlen, dass es heute schon einen hohen Bedarf für eine Gesamtschule in Würselen gibt.“
Seit 1999 findet jeden dritten Adventssonntag auf der Burg Wilhelmstein in Würselen/Bardenberg die “Lebende Krippe” statt – dieses
Jahr zum dreizehnten Mal und wie immer war der Andrang groß.
Die lebende Krippe gehört in Würselen zum Advent einfach dazu! Viele Kinder haben sich mit ihren Eltern, Großeltern, Verwandten und Freunden am dritten Advent auf den Weg gemacht, um auf Burg Wilhelmstein die Aufführung der Weihnachtsgeschichte zu erleben. Die szenische Darstellung mit ihrer schönen Kulisse war erneut ein echter Hingucker.
Obwohl im vergangenen Jahr bereits ein Generationenwechsel in der organisatorischen Leitung der Veranstaltung stattgefunden hatte, ließ es sich Hanny Wendel nicht nehmen, ihre ganze Erfahrung in das Gelingen der Aufführung einzubringen. Zurecht konnte die Vorsitzende der AG 60+ der SPD wieder stolz auf ihre Arbeit sein.
Musikalisch gestaltet wurde die lebende Krippe in diesem Jahr von den Kindergartenkindern aus St. Balbina, dem Posaunen-Chor Würselen und natürlich wieder dem singenden Hirten Jo Meessen. Sportlerinnen und Sportler der DJK Westwacht Weiden überbrachten das Friedenslicht aus Bethlehem nach Bardenberg. Nicht fehlen durfte das Weihnachtslied «Stille Nacht, heilige Nacht» zum Abschluss.
Mobiler Lebensmittelhandel für Senioren in Bardenberg-Pley
Schon lange gibt es kein Lebensmittelgeschäft mehr im Bardenberger Ortsteil Pley. Gerade viele ältere Menschen können aber nicht ‚mal eben‘ zum Supermarkt. Es fehlt in vielerlei Hinsicht an Mobilität. Oft ist man auf Hilfe angewiesen, um im Alter den täglichen oder auch wöchentlichen Einkauf zu erledigen.
Die Bardenberger SPD hat sich jetzt dieses Problems angenommen und Kontakt zu mobilen Lebensmittelhändlern aufgenommen. „Wir wollen, dass eine Nahversorgung mit Lebensmitteln und Produkten des täglichen Bedarfs im Ortsteil Pley gewährleistet ist“, erklärt der Bardenberger SPD-Chef Heinz Viehoff. Interesse wurde schnell bei einem regionalen „Frischedienst“, der Milch-Union-Hocheifel (MUH) geweckt. Sie schickt nun wöchentlich
einen ihrer rollenden Lebensmittelwagen nach Pley, so dass Jung und Alt ihren Einkauf zu Fuß oder gar – nach telefonischer Rücksprache – direkt vor
der Haustüre erledigen können.

